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© m.schuckart - Fotolia.com

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Studenten sind seit der Bologna-Reform und der damit verbundenen Verkürzung des Studiums im Bachelor und Master gestresste Menschen. Früher 20 Semester „Soziale Arbeit“ studiert, heute muss das mancher innerhalb von sechs Semestern schaffen. Und nicht nur das: Dafür muss auch noch Geld bezahlt werden – und das in fast allen Bundesländern.

Die Studiengebühren, die Studenten im Monat in vielen Bundesländern zahlen sollten, wurden zwar weitestgehend (außer in Bayern und Niedersachsen) abgeschafft, aber trotzdem muss bezahlt werden: der Semesterbeitrag. Maximal 300 Euro sind das in Deutschland, einmal in sechs Monaten muss dieser auf dem Konto der Uni landen.

Doch wo geht der Beitrag hin? Schaut man sich auf den Internetseiten der Universitäten und Fachhochschulen um, sieht man, dass viele die Beträge aufschlüsseln. Beispiel Berlin: Hier muss ein Student im Semester 277,50 Euro bezahlen. 99,90 Euro davon gehen für die Immatrikulation, Rückmeldung, das Studentenwerk und die Vereinigung der Studenten, das Asta, drauf. Hinzu kommen noch 177,60 Euro für das Semesterticket, damit man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren darf.

Ein Beitrag, der nicht allzu hoch ist. Anders verhält es sich in Bayern und sogar schlimmer noch in Hannover: Dort müssen Studenten neben dem Semesterbeitrag auch noch 500 Euro Studiengebühren im Monat bezahlen. Ein stolzer Preis, um zu studieren. In München dagegen erlässt man den Studenten die Gebühr für die Verwaltung: das sind 50 Euro.

Vor einigen Jahren kritisierte das Bundesverfassungsgericht die sogenannte Rückmeldegebühr – zumindest die in Baden-Württemberg. Dort wollten die Hochschulen 51 Euro, tatsächlich aber kamen höchstens Kosten von 4,25 Euro zustande. Die Länder änderten ihre Hochschulgesetze und ihre Begründungen. Heute nimmt man immer noch 50 Euro, beispielsweise für Beratungen. Unerheblich, ob man diese Beratung in Anspruch genommen hat.

In Mecklenburg-Vorpommern erheben die Unis gar keine Gebühren. Dort zahlt man erst dann, wenn man die Leistung in Anspruch nimmt.  

5 Kommentare

  1. student23 sagt:

    Das in MeckPom ist total scheiße. Für jeden Rotz muss man Geld bezahlen. Da hab ich doch viel lieber die Flatrate.

  2. Larissa sagt:

    Ich verstehe nicht, wieso sich so viele über die Semestergebühr aufregen. Das sind nicht mal 300 Euro pro Halbjahr in Berlin. Also weniger als 50 Euro pro Monat und dabei ist schon eine Fahrkarte und der Studentenausweis mit dem man jede Menge Vergünstigungen bekommt, zum Beispiel im Kino.

  3. Klaas sagt:

    50 Euro für eine Fahrkarte pro Monat sind ja wohl ganz schön viel für Studenten, die ohnehin immer knapp bei Kasse sind. Das Kino-Argument zieht gar nicht. Da komm ich auch günstiger rein mit meinem ADAC-Ausweis, der im Übrigen kostenlos ist.

    • Chris sagt:

      Also ich studiere in Bayern und hier leiden alle unter den Studiengebühren und hohen Semesterbeiträgen. Ich zahle 500 € Gebühren pro Semester, zuzüglich Beiträge in höhe von zirka 120 € an die Uni. Achja und noch meine 160 € monatlich um überhaupt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Uni zu kommen. Vorteile durch den Studentenausweis gibts hier keine. Ich habe nebenbei einen 30 Stunden-Job um es überhaupt irgendwie zu schaffen das alles zahlen zu können. Ach und zum Kommentar:”Ich verstehe nicht, wieso sich so viele über die Semestergebühr aufregen.” Ganz einfach, weil sie extrem hoch sind. Aber ich denke das können Studenten aus den anderen Bundesländern nicht verstehen. Finde das genauso unfair wie den Länderausgleich.

  4. Geraldine sagt:

    Ein Vergleich zwischen den Unis wäre dazu interessant gewesen.

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