Du befindest Dich hier: Startseite » Allgemeinwissen » Wer war der Mann hinter der Figur Buddha?

© Thomas Francois - Fotolia.com

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Oft kennt man Buddha nur als dicken Mann im Schneidersitz, als Gott der Buddhisten, dem man den Bauch reibt, denn das soll Glück bringen. Das ist allerdings Schwachsinn. Der eigentliche Buddha wurde als Siddhartha Gautama im Lumbini-Hain nahe der Stadt Kapilavastu in Nordindien (heute in Nepal gelegen) geboren. Er gehört dem Fürstengeschlecht der Shakyas an. Sein Vater hat eine angesehene und wichtige Position in der Adelsrepublik inne, weshalb Siddartha ein luxuriöses Leben auf dem Hof verbringen kann. Als er 16 Jahre alt ist, heiratet er seine Cousine. Doch mit der Zeit fängt er an, am Sinn des Luxus-Lebens zu zweifeln. Bei drei Ausritten begegnet er einem Kranken, einem Alten und einem Toten. Er wird sich der Vergänglichkeit des menschlichen Lebens und der weltlichen Güter bewusst. Während seinem vierten Ausritt sieht er einen Bettelmönch, der so viel Zufriedenheit ausstrahlt, dass Siddhartha beschließt, sich auf die Suche nach der erlösenden Erkenntnis über das menschliche Dasein zu machen.

Er verlässt seine Familie (und seinen neugeborenen Sohn) und erlernt ekstatische Praktiken, übt strengste Askese und findet schließlich unter einem Bodhi-Baum die Erleuchtung, die Wahrheit des Mittleren Weges. Im Alter von 35 Jahren wird er so zum Buddha – zum Erleuchteten. Der Mittlere Weg ist die Balance zwischen einem ausschweifenden Luxus-Leben und der strengen Enthaltsamkeit. Ausserdem erkennt er die Wahrheit vom „Kreislauf der Existenzen“ und auch den Weg, um aus diesem erlöst zu werden.

Schließlich macht sich Buddha auf, seine Erkenntnisse zu verbreiten. Sein restliches Leben verbringt er damit, durch die nordöstlichen Staaten Indiens zu ziehen und seine Lehren zu predigen. Seine Jünger haben einen geschorenen Kopf und tragen gelbe Gewänder. Im Alter von 80 Jahren stirbt er auf einem Kloster in Sravasti.

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