Du befindest Dich hier: Startseite » Allgemeinwissen » Was ist Photosynthese?

© Nejron Photo - Fotolia.com

© Nejron Photo - Fotolia.com

Der Frühling kommt – und mit ihm wieder frischer Rasen und grüne Blätter. Doch warum genau sind Blätter eigentlich grün? Und warum sind Pflanzen noch einmal so unentbehrlich für den Menschen? Eine kleine Nachhilfe in Biologie.

Hinter der grünen Farbe steht das Prinzip der Photosynthese – Grundlage allen irdischen Lebens. Photosynthese bedeutet wortwörtlich übersetzt so viel wie „Aufbau des Lichts“ und meint also den Prozess, der Pflanzen aus Sonnenlicht Sauerstoff produzieren lässt. Die grüne Blätterfarbe kommt durch den Farbstoff Chlorophyll zu Stande. Die Pflanze zieht Wasser aus dem Boden und Kohlendioxid aus der Luft. Treffen diese beiden Komponenten mit dem Farbstoff und Sonnenlicht zusammen, wird die energiereiche Glucose hergestellt, die wir eher als Traubenzucker kennen. Bei diesem Prozess werden schließlich auch Sauerstoff und Wasser an die Umwelt abgegeben. Der produzierte Traubenzucker wird von der Pflanze teilweise in noch andere Stoffe wie Stärke umgewandelt, die nötig für den Erhalt und Aufbau der Pflanze sind.

Genauso nötig wie für die Pflanzen selbst, ist das Prinzip der Photosynthese auch für den Menschen: Denn neben den zahlreichen Nahrungsmitteln auf Pflanzenbasis braucht der Mensch Sauerstoff zum Überleben – und der kommt größten Teils nur dank den Pflanzen zu Stande. Überhaupt wurde die Erde nur dank Pflanzen und ihren grünen Blättern für uns Menschen bewohnbar.

Vor etwa vier Milliarden Jahren begannen Blaualgen mit der Photosynthese. Zunächst gelangte der Sauerstoff nicht in die Atmosphäre, sondern wurde von Teilchen im Meerwasser gebunden – überhaupt gab es damals noch keinen Sauerstoff auf der Erde. Durch den stetigen Verbrauch von Kohlendioxid durch die Photosynthese kühlte sich die Erde ab, das Wasser verdampfte nicht mehr in den Weltraum. Als sich die Blaualgen vor etwa 2,3 Milliarden Jahren schließlich auf dem Land niederließen, gelangte erstmals Sauerstoff in die Atmosphäre. Doch erst vor rund 600 Millionen Jahren reichte die Konzentration aus, damit zahlreiche Lebewesen auf Land entstehen konnten. Heute haben wir einen Anteil von rund 21 Prozent – und arbeiten fleißig daran, den überlebenswichtigen Sauerstoff wieder zu vertreiben.

Hinterlasse eine Nachricht

© 2012 Weiss gar nix. - Alle Rechte vorbehalten. Impressum.