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© Dmitriy Lesnyak - Fotolia.com

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Wer ein Studium im Bereich der Geisteswissenschaften verfolgt, dessen Berufseinstieg ist oftmals nicht einfach. Nicht selten ist der erste Gang nach der Masterfeier, der zum Jobcenter. Hartz IV zu beantragen, das fällt vielen Menschen schwer, vor allem, wenn man jahrelang studiert hat und nun für die Arbeitswelt bereit wäre. Doch so aussichtslos, wie viele vermuten, ist die Situation nicht, auch wenn der Anfang nicht immer ohne Komplikationen beginnt.

Nicht nur die Absolventen der Geisteswissenschaften haben bereits gemerkt, dass der Übergang vom Studium ins Berufsleben schwer ist. Auch das Hochschulinformationssystem (HIS) fand heraus, dass Hochschulabsolventen ein Jahr nach dem Erhalt eines Masters gerade mal 22.500 Euro Brutto im Jahr verdienen. Im Gegensatz dazu erhalten Ingenieure in der Regel ein Bruttojahresgehalt von 42.000 Euro, kurz nach dem Studium. Dies kam bei einer Absolventenbefragung, die vom Hochschulinformationssystem erhoben worden ist, heraus.

Leider ist das nicht der einzige Wermutstropfen der Absolventen. Lediglich die Hälfte der Fertigstudierten gehen ein Jahr nach dem Studium einer Beschäftigung nach. Noch prekärer ist die Tatsache, dass lediglich zwölf Prozent einen Vollzeitjob besitzen, aus dem ein regelmäßiges Einkommen resultiert.

Kein Wunder, dass viele Studenten bereits während des Studiums verunsichert sind und über einen Wechsel in einen anderen Bereich nachdenken. Vor allem in den technischen und naturwissenschaftlichen Fächern können Absolventen mit einem guten Jobeinstieg rechnen.

Laut der McKinsey-Studie „Wettbewerbsfaktor Fachkräfte“ werden in Deutschland rund 36.000 Ingenieure und 66.000 Computerspezialisten gesucht. Wer heute vor der Frage steht, welchen Studiengang er angehen soll, dessen Chancen auf einen Arbeitsplatz sind besonders gut, wenn er an technischen Themen interessiert ist.

Doch so aussichtslos, wie es manchmal scheint, ist die Lage der Geisteswissenschaftler nicht. Zwar ist der Anfang etwas schwieriger als in anderen Bereichen, doch nach wenigen Jahren geht die Arbeitslosigkeit der Geisteswissenschaftler auf ca. fünf Prozent zurück.

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