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panthermedia.net/Andres Rodriguez

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An der Harvard Business School weht nun ein frischer Wind. 900 MBA-Studenten mussten in 150 Teams in ein Dutzend Länder geschickt werden; von Argentinien über China und Indien bis nach Polen oder in die Türkei. Dort angekommen sollten sie für eine Woche in einem realen Projekt für ein Unternehmen arbeiten. In der Harvard-Gazette sagte die Studentin Barbie Altshuler, dass es ein riesiger Unterschied sei, ob man für seine Arbeit ein Feedback von echten Betroffenen bekäme.

Bisher lief es an der Harvard nicht anders als an anderen Universitäten. Man vertraute auf die Methoden der Fallstudien mit Fragen wie „Was wäre wenn …?“Die Studenten mussten sich mit Fällen auseinandersetzten, die Topmanager schon gelöst hatten. Mit seiner richtigen Entscheidung muss der Student dann vor den Kurs treten und seine Entscheidung rechtfertigen. Im Laufe ihres zweijährigen Studiums müssen die Studenten so mehr als 500 Fallstudien bearbeiten.

Dank Nitin Noharia wurde das Studium im Juli 2010 umgestellt. Als Ergänzung zu den Fallstudien soll das neue Programm FIELD ( Field Immersion Experiences for Leadership Development) eintreten. Schön länger gibt es immer wieder Kritik an der Unterrichtung mit Fallstudien. So hätten die Studenten keine Ahnung von der Wirklichkeit in dem Unternehmen, über das sie diskutieren. Außerdem fehle die wichtige Auseinandersetzung mit realen Menschen und ihren Befürchtungen und Ängsten. Dies kritisierte schon Anfang der 90er Jahre der kanadische Professor Henry Mintzberg.

So geht es bei dem MBA-Programm darum, dass ein lerning-by-doing Prinzip umgesetzt wird. So war beispielsweise Stephanie Weg während ihres MBA-Studiums bei einer Start-up Beratung in Südafrika. Dort sollten sie und ihre Kommilitonen der neu gegründeten Personalberatung in Johannesburg helfen, ihre Firma in die Gänge zu bekommen. Überraschend für sie war jedoch, dass das Ziel der Firma lediglich dabei lag, so viel Geld einzubringen, dass sie gut über die Runden kommen. Sie wollten nur Spaß am Job haben und ein angenehmes Leben führen. Für die Studentin war dies ungewohnt. Bisher sollten sie nur auf die Effizienz und auf den Erfolg achten.

So wird dieses Projekt künftig immer weiter ausgebaut, bis wir unsere neuen Topmanager haben.

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