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Das Referendariat - Foto von: © Christian Schwier - Fotolia.com

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Die Reform der Lehrerausbildung in Deutschland kommt trotz großer Probleme auf dem Bildungssektor nicht so recht in die Gänge. Die Verhandlungen zwischen Bund und den Ländern zur Reform der universitären Lehrerausbildung sind vorerst gescheitert. Die Qualitätsoffensive Lehrerbildung sollte mit zusätzlichen 500 Millionen Euro das Ruder in der Lehrerausbildung herumreißen und längst notwendige Veränderungen auf den Weg bringen.

Längst überfällige Veränderungen für März 2013 beschlossen

Bis zum Jahr 2023 sollte die Ausbildung der Lehrer auf einen zeitgemäßen Stand gebracht werden. Mehr Praxisanteile im Studium und eine größere Nähe zwischen Fachdidaktikern und Bildungswissenschaftlern sollten durch die Maßnahmen gewährleistet werden. Auch das Schattendasein der Lehrerausbildung an den Unis sollte mittels der Reformen endlich beendet werden. Jedoch konnten sich der Bund und die Länder nicht zum Beschluss der Reformpläne durchringen. Nun wird eine neuen Richtlinie für den März 2013 erwartet. Die Verhandlungen scheiterten an der Forderung des Bildungsministeriums, endlich die Mobilitätshürden der Lehrer zu beseitigen. Der Studienortwechsel für Lehrer sollte so vereinfacht oder erst ermöglicht werden. Nun wird ein Reformbeschluss für die Zukunft erwartet, falls die neue Richtlinie den Verhandlungen und den Erwartungen standhält. 

Fehlende Gelder für Ausbildung und Anstellung von Lehrkräften

Die Hochschulen müssen nun weiter auf die Entscheidungen der Politik warten. Das größte Problem ist der Föderalismus. Den Ländern fehlt das Geld für eine angemessene Lehrerausbildung und die Einstellung neuer Pädagogen. Die Anforderungen an den Lehrer der Zukunft haben sich in den letzten Jahren drastisch gewandelt. Es reicht nicht nur, Wissen weiterzugeben. Die Lehrer von Morgen sollen auch mit den heterogenen Verhältnissen in den Klassen zurechtkommen und zur Wissensvermittlung kommt ein großes Maß an Erziehungsarbeit hinzu, die sie verrichten sollen. Doch für diese Aufgaben sind sie nur unzureichend ausgebildet. 

Frühere Praxissemester wünschenswert

Die Wahl des Lehramtsstudiums wird häufig durch die guten Berufschancen befördert. Zudem gilt der Beruf als familienkompaktibel und standortsicher. Manche Unis versuchen die Bewerber nun durch Selbsttests, Assessmentcenter oder Vorseminar vorzubereiten und auszuwählen. Besonders auf die frühen Praxiserfahrungen wird gesetzt. Oft werden die Lehramts-Studenten erst in höheren Semestern in der Praxis tätig und werden dann ins kalte Wasser geworfen. Viele bemerken erst dann, dass sie für die Ausübung des Berufs nicht geeignet sind. Es gibt noch viele Baustellen in der Lehrerausbildung. Eltern, Schülern und nicht zuletzt den zukünftigen Lehrern ist zu wünschen, dass die Beseitigung dieser Baustellen bald in Angriff genommen wird. 

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2 Kommentare

  1. Jenny sagt:

    Ich hoffe man findet schnell eine Lösung… Der Lehrerberuf ist für die Zukunft dieses Landes ungemein wichtig ! Da gilt es keine unnötige Zeit zu verlieren und schnell handeln !

  2. mecker sagt:

    Lehrer muessen durch Computer ersetzt werden.

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