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© Gernot Krautberger - Fotolia.com

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Burnout ist in aller Munde. In den letzten Jahren wurden immer mehr Menschen mit dem Symptom Burn-out beurlaubt. Nun macht eine neue Gruppe von sich Reden, die Studenten. Psychologische Berater von Studentenwerken berichten von einer steigenden Überbelastung der Studenten.

In insgesamt 14 Bundesländern fand nun eine Studie statt. Psychologische Berater der Studentenwerke sind zum Thema Burnout befragt worden. 83 Prozent der Befragten gaben an Erschöpfungserscheinungen bei Studenten zu beobachten. Fraglich ist jedoch, ob Erschöpfung tatsächlich immer einer Überarbeitung im Studium selbst bedeutet und was der Burnout für eine Aussagekraft besitzt.

Seit Jahren liest und hört man in den Medien das Wort Burnout. Psychologen zeigen sich skeptisch. Es erscheint, als ob man alles, was mit psychischem Unwohlsein zu tun hat, als Burnout bezeichnet wird. Einige Psychiater und Psychologen sehen in der Benennung Definitions- und Behandlungsprobleme aufkommen, denn Burnout ist oftmals nichts anderes, als eine Depression.

Ca. 61 Prozent der Studentenberater sehen jedoch einen erheblichen Anstieg bei den Studenten, die zu ihnen kommen und von Überarbeitung sprechen. Immer wieder nennen die Studenten die Umstellung von Diplom und Magister auf Bachelor und Master. Tatsächlich ist das Studium im Allgemeinen verschult worden. Neben Anwesenheitspflicht kommen viel mehr Leistungsanforderungen als auch ein höherer Konkurrenzdruck hinzu. Die Studenten können oftmals nicht mehr frei entscheiden, wie sie studieren und was sie, welcher Reihe nach belegen, wollen. Das Studium ist von Anfang bis zum Ende durchstrukturiert und gibt kaum Möglichkeiten der freien Entscheidung.

Auch, wenn sich diese Probleme in den letzten Jahren häufen, sollte man nicht in jedem Fall und vor allem nicht pauschal von Burnout sprechen. Dem Begriff Burnout fehlt sowohl eine Definition, als auch eine Wissenschaftlichkeit. In jedem einzelnen Fall sollte man die unterschiedlichen Probleme betrachten und dementsprechend behandeln, denn eine kurzfristige Überarbeitung kann nicht immer in Zusammenhang mit Depressionen gesehen werden.

1 Kommentar

  1. Mecki sagt:

    Ich bin selber Studienberater und ich kann euch sagen, dass es stimmt.. zu mir kommen in der letzten zeit echt viele Studis, die es einfgach nich mehr gebacken bekommen..Zum Glück haben wir das aber meistens alles wieder irgendwie hinbekommen. Die machen sich einfach viel zu viele Sorgen. Wenn dann auch noch privat nich alles stimmt, geht sowas heute irgendwie echt schnell..

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