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Studie: Bei Nachwuchswissenschaftlern sind Abbruchgedanken oft ein Thema. - Foto von: © Marco2811 - Fotolia.com

Studie: Bei Nachwuchswissenschaftlern sind Abbruchgedanken oft ein Thema. - Foto von: © Marco2811 - Fotolia.com

Hat man erst den Master in der Tasche, folgt bei vielen Studenten automatisch die Überlegung, den Abschluss noch um einen Doktorgrad zu erweitern. Ist die Entscheidung für einen weiteren universitären Werdegang gefallen, sind aber längst nicht alle Sorgen vorüber. Mehr als die Hälfte aller Doktoranden nämlich spielt Umfragen zufolge des Öfteren mit dem Gedanken, das Promotionsstudium wieder aufzugeben.

Nachwuchswissenschaftler zweifeln – an sich und der Betreuung

Vor allem für Nachwuchswissenschaftler, die während der Promotion noch als wissenschaftliche Mitarbeiter an der Uni oder im Rahmen eines Forschungsprojektes arbeiten, sind Abbruchgedanken oft ein Thema. Bei Doktoranden, die in Graduiertenkollegs sind, sind es etwas weniger, an der Zahl 37 Prozent, bei Stipendiaten 31 Prozent. Häufige Gründe für das Zweifeln sind die allgemeine Sorge darüber, ob man sich überhaupt für eine Promotion eignet, aber auch die hohe Arbeitsbelastung und eine bisweilen schlechte Betreuung wurden als Gründe angegeben. Für die Studie der HIS GmbH Hannover, die diese Ergebnisse zutage förderte, wurden 2 850 Promovierende befragt.
Insgesamt ist ein wenig mehr als die Hälfte der Befragten mit der Betreuung zufrieden. Einmal die Woche oder sogar noch öfter hat ein Drittel der Doktoranden Kontakt mit dem Betreuer. Ein Großteil allerdings tauscht sich seltener mit ihm aus, bringt es aber noch immer auf mehrere Male im Semester. Die Studie offenbart darüber hinaus, dass viele Doktoranden die Noten, mit denen sie ihre Promotion abschließen, für zu gut halten. Ganze 45 Prozent haben diesen Gedanken, besonders unter Mathematikern und Naturwissenschaftlern ist er weit verbreitet.

Geisteswissenschaftler arbeiten am selbstbestimmtesten

Das Gros der Promovierenden hat indes keine großen Zweifel an der Qualität der Promotion. Daran können auch die großen Plagiatsaffären, die es in den vergangenen Jahren gegeben hat, nichts ändern. 80 Prozent der Doktoranden denkt stattdessen, dass die meisten Promotionen den wissenschaftlichen Standards Rechnung tragen.
Am selbstbestimmtesten arbeiten Geisteswissenschaftler, bei denen acht von zehn Personen das Thema ihrer Dissertation selbst wählen. Insgesamt sucht sich immerhin jeder Zweite sein Thema selbst.

3 Kommentare

  1. Walter sagt:

    Hallo Matthias,

    den Artikel habe ich gerade gefunden.

    Lieben Gruß – Papa

  2. Phillip sagt:

    Ich kann die Situation in Deutschland nicht beurteilen. Ich selber habe meinen Doktor im Ausland gemacht und fühlte mich sehr gut betreut ! Generell bin ich glücklich darüber im Ausland studiert zu haben, da ich mit der Ausstattung und Betreeung doch immer sehr zufrieden war ! Kann es nur jedem empfehlen !

  3. Steve sagt:

    Ich habe als engländer in Deutschland studiert und hatte einen fantastischen Doktorvater ! Kann wirklich nur sagen, dass es sich lohnt in Deutschland zu studieren !
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