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© olly - Fotolia.com

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Lernprobleme bei Kindern können auf einer Teilleistungsschwäche basieren. Kinder können Probleme im Bereich des Lesens und Schreibens oder aber beim Rechnen haben. Probleme im Bereich des Lesens und Schreibens fasst man unter Legasthenie und die Probleme beim Rechnen unter Dyskalkulie.  In beiden Fällen werden die Kinder durch konstantes Üben nicht besser. Nun sollte eine ärztliche Untersuchung stattfinden, um sich eine Teilleistungsschwäche attestieren zu lassen.
Kinder mit einer Teilleistungsschwäche sind nicht dumm. Es ist wichtig ihnen das mitzuteilen, denn es kann sein, dass sie in der Schule geärgert werden. Dies ist ein rein biologisches Problem.
Legasthenie kann sich wie folgt äußern: Das Kind macht mehr als zehn Fehler in einem ungeübten Diktat oder verwechselt die Buchstaben wie zum Beispiel b und d. Es liest wirklich ungern und flüchtet schnellstmöglich vor der Fernseher. Außerdem stockt es beim Lautlesen, ermüdet und errät die Zusammenhänge.
Bei einer Rechenschwäche kann es so aussehen: Das Kind macht viele Flüchtigkeitsfehler und weiß nicht, wie es Rechenregeln anwenden soll. Außerdem sitzt das 1×1 noch nicht, obwohl dies immer wieder geübt wird. Des Weiteren rechnet das Kind immer noch mit den Fingern oder braucht überdurchschnittlich viel Betreuung bei den Hausaufgaben.
Nicht immer treffen alle Punkte gleichzeitig auf ein Kind zu, doch auch einzelne Probleme müssen ernst genommen werden. Sicher ist aber, dass etwas nicht stimmt, wenn die Kinder und die Noten unter einem Problem leiden. Ansetzten sollte man bei der Verknüpfung der Sinne wie Sehen, Hören oder Tasten. So können Kinder mit Legasthenie Buchstaben aus Plastik erfühlen oder in die Luft zeichnen. Kinder mit Rechenproblemen sollte regelmäßig Dinge wie Murmeln oder Steine abzählen. Mit diesen Tipps spielt das Kind und lernt seine Probleme fröhlich und nicht unter Zwang anzugehen. Dies ist das Wichtigste. Im Kind sollte keine Trotzhaltung ausgelöst werden. Dann blockiert es sich selbst und kann am Ende weniger als vorher.

3 Kommentare

  1. K. Hansen sagt:

    Mein Sohn hat Glück. Seine Klassenlehrerin ist sehr engagiert und gemeinsam haben wir seine Lernprobleme in den Griff bekommen.

  2. Mich interessiert es, inwieweit Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym etc. olchen Lernschwächen hilfreich sein könnten und vor allem, wie oft sie verordnet werden, wer diese Verordnung fördert, ob sie freiwillig abgelehnt werden kann und was dies für Konsequenzen für den Betroffenen haben kann. Herzlichen Dank!

  3. Bei LERNschwächen kann man, wenn man genau hinschaut, auch immer eine LEHRschwäche ganz deutlich sehen. Mein verst. Kollegin H.Prem hat sogar stets deutlich ausgesprochen, dass Legasthenie keine Lern- sondern eine Lehrschwäche sei. Und bei ihr lernten ALLE Kinder in 1/3 der üblichen Zeit RICHTIG schreiben und lesen. Nach einem Schulversuch mit der Prem-Methode bestätigten alle über 70 Lehrer, dass dies das erste stressfreie Schuljahr ihrer Laufbahn gewesen sei und dass sie die Prem-Methode beibehalten. Wenn ich sehe, was seither im Lesen- und Schreibunterricht verrbochen wurde, kann ich nur sagen: Sie haben verdient, dass es ihnen schlecht geht.
    In der Schweiz. Zeitschrift für Heilpädagogik 6/2012 hab ich an 3 Beispielen zeigt, wie und warum sich „die Pädagogik mit der Dyskalkulie verkalkuliert hat.“ Es ist ein Kunstfehler der Pädagogik, dass sie nie an sich selbst denkt, immer ihre eigenen Fehler übersieht und verdrängt und dafür nur die sog. Förderung der Kinder forciert.
    Die neue Ich-kann-Schule hat gezeigt, dass Probleme zwar immer als SACHprobleme ERSCHEINEN, doch sie SIND immer PERSÖNLICHE Probleme. Die Pädagogik macht den Fehler, sich immer in die SCHEINprobleme zu verbeißen und die SEINSprobleme zu übersehen. Wenn man immer das falsche Problem lösen will, wird das wirkliche Problem dadurch – wie man gut beobachten kann – immer größer und es kommen noch mehr Probleme dazu.Deshalb sorgt die Ich-kann-Schule für PERSÖNLICHKEITSWACHSTUM und das hat zur Folge, dass das Kind seinen Aufgaben GEWACHSEN wird und sich ihnen auch gewachsen fühlt. Wie man gut beobachten kann, lösen Kinder dann oft Probleme, ohne irgendetwas dafür geübt zu haben, richtig.
    Guten Erfolg also!
    Franz Josef Neffe

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