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© Helix2012 - Fotolia.com

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Schätzungsweise sind ca. 3 bis 5 Prozent aller Erwachsenen von einer Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS bzw. ADS/HKS) betroffen. Man meint oft, dass es Kinder mit ADHS nicht bis zum Abitur geschweige denn bis zur Uni schaffen, doch das ist ein fehlerhafter Trugschluss. Auch Studenten können unbehandeltes ADHS haben und damit bis zur Uni kommen. Sie wissen oftmals nichts davon und behandeln dies somit auch nicht. ADHS zeigt sich im Studium oft durch eine fehlende Selbstorganisation, die eine Behinderung für die Studenten ist. Es kann aber verschiedene Anzeichen geben, die individuelle Problemlösungen bedürfen.
Ein Anzeichen sind regelmäßige Lernblockaden. Diese zeigen sich beim Aufnehmen von neuem Wissen und dem Abrufen von dem Gelernten. Durch die fehlende Selbstorganisation fehlt der rote Faden in dem Umsetzten des Studiums. Betroffene selber sehen oftmals auch gar keinen Zusammenhang zwischen ihrer Probleme im Studium und bereits bestehender Probleme in der Kindheit. Anzeichen sind, die Ablenkung vom Lärm in den Vorlesungen, das Vergessen des Inhalts von gelesenen Büchern und eine Blockade in Prüfungen. Die Ablenkbarkeit besteht oft nicht nur in Vorlesungen durch eine lautere Geräuschkulisse, sondern auch im Privaten beim Lernen. Durch die Ablenkbarkeit entsteht schnell eine Vergesslichkeit bzw. die Merkprobleme beim Lesen und Lernen. So müssen dann die Studenten die gelesenen Texte wiederholen oder andere Texte noch zusätzlich lesen, bis sie etwas Spannendes gefunden haben, was sie auch weiterhin interessiert. Viele ADHS-Erwachsene können Langeweile nicht ertragen und versuchen mit allen Mitteln diese zu umgehen. Ebenso ist eine ausgeprägte Prüfungsangst typisch für ADHS. Hierbei fällt die Umwandlung von Wissen vom Kurz- ins Langzeitgedächtnis schwer. So ist der Abruf der Informationen unter Anspannung oder Druck erschwert. Hierfür ist die innerliche „Blockade“ verantwortlich.
Leider wird Hilfe von vielen Betroffenen erst spät angenommen, sodass schon sekundäre Probleme wie Depressionen oder soziales Rückzugsverhalten auftreten.

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