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© pholidito - Fotolia.com

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Legasthenie ist eine Erkrankung, bei der sich Forscher über dessen Ursachen sowie Behandlungsansätze uneinig sind. Nicht selten bleibt die Erkrankung bei Kindern Jahrelang unentdeckt. Für viele von ihnen bedeutet das die Hölle in der Schule. Sie werden von anderen Kindern gehänselt, weil sie beim Vorlesen zu langsam sind oder bruchstückhaft lesen. Nicht selten halten die Lehrer sie einfach für faul oder dumm. An jedem Tag, an dem Legasthenie unentdeckt bleibt, leidet das Kind Qualen. Nun erforschen die Wissenschaftler, ob die Erkrankung etwas mit dem Erbgut zu tun haben könnte. Doch das mindert noch lange nicht das Leiden der Kinder.

Kinder mit Legasthenie können mit viel Übung irgendwann die Buchstaben zu einem Wort bilden, doch geht es um das Verfassen von eigenen Sätzen, werden die geübten Worte oftmals wieder falsch geschrieben. So wird bspw. aus einer Katze, eine Kaze.

Legasthenie hat nichts mit Intelligenz zu tun. Während Kinder mit einer Lese- und Rechtschreibschwäche in Mathematik nur Bestnoten erhalten, ist das Schreiben und Lesen für sie nicht einfach. Insgesamt haben ca. fünf Prozent aller Kinder Legasthenie.

Für Kinder wie für Eltern ist die erste Konfrontation mit der Lese- und Rechtschreibschwäche ein Schock. Doch auch wenn Kinder viel üben, die Schwäche begleitet sie ein Leben lang. Kinder, die soeben ein Wort gelesen haben und es kurze Zeit später aufschreiben sollen, haben größte Probleme die Buchstaben aneinanderzureihen.

Alarmierend ist die Tatsache, dass insgesamt über 50 Prozent der Kinder mit einer Lese- und Rechtschreibschwäche,  eine Schule besuchen, die unter ihren Möglichkeiten liegt.

Die Gründe sieht der Biophysiker Fischer in der Blicksteuerung. Kinder mit Legasthenie können das Wort, das sie lesen sollen nicht fixieren. D.h., sie können es nicht lange genug betrachten, um das Wort erkennen zu können. Fischer hat nun ein Trainingsgerät entwickelt, das Legasthenikern genau dabei helfen soll.

1 Kommentar

  1. Beatrice Richter sagt:

    Die Blicksteuerung könnte in erster Linie für das Lesen relevant sein. Entsprechende Programme mit Wörtern bringen zum Teil auch gute Ergebnisse. Für das Schreiben gibt es auch einige gute Programme. Ein recht guter Überblicksartikel über Legasthenie findet sich hier http://www.legasthenietherapie-info.de/legasthenie.html Dort werden die Symptome und das therapeutische Vorgehen recht gut beschrieben.

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