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Es gibt nicht DEN richtigen Augenblick für ein Coming Out. - Foto von: © Paulista - Fotolia.com

Es gibt nicht DEN richtigen Augenblick für ein Coming Out. - Foto von: © Paulista - Fotolia.com

Noch immer ist es für homosexuelle Männer und Frauen nicht leicht, öffentlich zu ihrer sexuellen Orientierung zu stehen. Der schwerste Schritt dabei ist das Outing oder Coming Out. Damit wird im Familien- und Freundeskreis zum ersten Mal klar Stellung bezogen. Viele Betroffene scheuen sich vor der Situation und fürchten Ablehnung, Mobbing oder Diskriminierung.

Dabei spüren die meisten Homosexuellen schon in ihrer Jugend von ihrer sexuellen Präferenz. Meist ist dieses Gefühl von einem Schock und vielen Selbstzweifeln begleitet. Der erste Schritt zum Outing ist also, die eigene Homosexualität zu akzeptieren. Wer seine Einstellung nicht ernst nimmt oder verdrängt, der läuft Gefahr, sein ganzes Leben mit Lügen und einer konstruierten Identität zu leben. Das führt oft zu viel Unglück und Trauer. Nicht selten lassen sich Homosexuelle auch auf eine Ehe ein, nur um gesellschaftlich akzeptiert zu bleiben. Nur wer innerlich zu seiner Ausrichtung steht, kann das auch nach außen hin signalisieren.

Das beste Alter für ein Coming Out gibt es nicht, jeder sollte da auf sein eigenes Herz hören. Durchschnittlich liegt es etwa bei 20 Jahren. Wer sich noch unsicher fühlt, dem hilft vielleicht die Suche nach Gleichgesinnten. Per Internet geht das ja auch ganz anonym. Auch viele Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen haben sich mittlerweile dieser Problematik angenommen. Oft gibt ein solches Gespräch den entscheidenden Stoß zum Outing.

In der Tat ist das Coming Out nicht immer einfach, vor allem in einem konservativen Elternhaus. Sowieso sind die Eltern meist am stärksten von der Nachricht betroffen. Schuldzuweisungen sollten vermieden werden, ein Zusammenhang zwischen Erziehung und Homosexualität besteht ohnehin nicht. Vor allem braucht es Verständnis und Geduld – von beiden Seiten. Wer sich auf sein Coming Out vorbereiten möchte, dem hilft auch ein Blick in die Literatur, wo es zum Thema bereits zahlreiche Ratgeber gibt.

1 Kommentar

  1. Lisa sagt:

    Also mien bester Freund ist schwul und er hat sich damals unheimlich schwer getan, es seinen Eltern zu sagen! Dabei war es total unbegründet, denn sie haben es zum Glück ganz locker aufgenommen 🙂

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