Du befindest Dich hier: Startseite » Allgemeinwissen » In der Minijob-Zentrale geringfügig Beschäftigte melden

Alle geringfügig Beschäftigten müssen bei der Minijob-Zentrale von ihrem Arbeitgeber gemeldet werden. Dies hat der Gesetzgeber vorgesehen, um Vielfachbeschäftigungen und damit ein Umgehen der Sozialversicherungsbeiträge durch den Arbeitgeber zu vermeiden, aber auch, um den geringfügig Beschäftigten eine Versicherung während seiner Arbeit und auf dem Weg dorthin zu gewährleisten.

Für die Meldung bei der Minijob-Zentrale ist der Arbeitgeber verantwortlich. Bis zu einer Entlohnung von 400 Euro gilt ein Job als Minijob und muss mit 25 % pauschal versteuert werden. Dazu kommen der Solizuschlag und eine geringe Versicherungspauschale. Die Meldung des Arbeitnehmers kann ausschließlich über das Internet vorgenommen werden. Dazu muss man sich die Software sv-net herunterladen und sich als Arbeitgeber dort mit einer Betriebsnummer registrieren. Die Meldungen können monatlich oder als Dauermeldung erfolgen. Die erstmalige Eingabe eines Arbeitnehmers gilt als recht aufwendig und umständlich, müssen doch zahlreiche Angaben gemacht werden, die mühsam aus Scrolllisten in Ziffern umgesetzt werden müssen.

Wer das aber geschafft hat, kann anschließend den Arbeitnehmer einfach verwalten. Die Monatsmeldung ist dann nur ein Vorgang von weniger als einer Minute. Für die fristgerechte Zahlung der Pauschalversteuerung ist der Arbeitgeber verantwortlich. Kommt er dieser Verpflichtung nicht nach, erfolgt nach zweimaliger Mahnung eine Meldung an das örtliche Hauptzollamt, das die Beiträge dann beim Arbeitgeber vollstreckt.

Auch Personen, die im Privathaushalt Hauspersonal geringfügig beschäftigen, müssen dies der Minijob-Zentrale melden. Da die Kosten für die Haushalthilfe von der Steuer abzusetzen sind, lohnt sich dieses Verfahren, auch wenn auf das Gehalt der geringfügig Beschäftigten dann noch die Pauschalsteuer gezahlt werden muss. Wer das versäumt und stattdessen den Arbeitnehmer schwarz beschäftigt, macht sich der Steuerhinterziehung schuldig und verschenkt Geld. Kein besonders kluges Verhalten. Allerdings ist die Anmeldung für ältere Menschen schwer umzusetzen, wenn kein Computer im Haus vorhanden ist. Bild: Uwe Steinbrich  / pixelio.de

© 2014 Weiss gar nix. - Alle Rechte vorbehalten. Impressum.