Du befindest Dich hier: Startseite » Ausbildung & Beruf » Das Heilpraktiker-Studium

Ein Heilpraktiker darf im Gegensatz zu einem Arzt keine verschreibungspflichtigen Medikamente an Patienten verordnen. Er ist durch die Gesetzeslage in seinen Befugnissen eingeschränkt. Aber er hat die legale Berechtigung zur Ausübung der Psycho- und Physiotherapie. Die Heilpraktik wird in Selbstständigkeit ausgeführt, da es sich hierbei um einen sogenannten freien Beruf handelt.

Um den Beruf eines Heilpraktikers ausüben zu dürfen, benötigt man eine staatliche Erlaubnis, die vom Gesundheitsamt ausgestellt wird. Dazu müssen eine mündliche und eine schriftliche Prüfung abgelegt werden. Eine feste Ausbildungsform zum Heilpraktiker existiert nicht. Es gibt aber einige Schulen, an denen eine solide Grundausbildung erlernt werden kann. Da die Heilpraktiker sich über verschiedene größere Verbände organisieren, verfügen diese auch jeweils über eigene Schulen.

Das Heilpraktiker-Studium ist von Lehrstätte zu Lehrstätte unterschiedlich aufgebaut. Alle haben aber das Ziel, ihre Studenten auf die Abschlussprüfung im Gesundheitsamt vorzubereiten. Der theoretische Teil enthält 100 Multiple-Choice-Fragen zu den Themengebieten Pathologie, Pharmakologie, Anatomie, Diagnostik und Therapie. Nach erfolgreichem Bestehen der schriftlichen Prüfung folgt die mündliche Prüfung durch einen Amtsarzt. Dieser testet das Wissen des Anwärters zur Berufs- und Gesetzeskunde, Versorgung von Patienten in Lebensgefahr, Pflanzenheilkunde, der Analyse von Laborwerten sowie zur Praxishygiene. Bei Bestehen stellt die Verwaltungsbehörde eine Erlaubnisurkunde für die Ausübung des Heilpraktikerberufes aus. Eine weitere Anforderung für den Berufseinstieg besteht im Erreichen des 25. Lebensjahres. Außerdem müssen ein Hauptschulabschluss und ein positives polizeiliches Führungszeugnis nachgewiesen werden. Schließlich muss ein ärztliches Gutachten bestätigen, dass der Anwärter körperlich und geistig gesund ist. Nach erhaltener Berufszulassung beginnen viele Neulinge zunächst in einer schon bestehenden Praxis, um Berufserfahrung zu sammeln.

Die Ausbildung zum Heilpraktiker kann als Vollzeit- oder Teilzeitstudium absolviert werden. Neben den Schulen der Berufsverbände gibt es auch die Möglichkeit zum Fernstudium. Die Studenten haben eine große Auswahl an möglichen Themengebieten. Einige Spezialisierungen in diesem Berufsfeld sind Tierheilpraktik, Aromatherapie, Schmerztherapie oder Sportheilpraktik. Auch nach der bestandenen Prüfung durch das Gesundheitsamt kann an weiterführenden Fortbildungen teilgenommen werden. Foto : © Kunstart.net  / pixelio.de

© 2013 Weiss gar nix. - Alle Rechte vorbehalten. Impressum.